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3 Deckenspots ohne abgehängte Decke: sauber nachrüsten und rückbaubar

From Dusty Ways: Rebirth

Ein Bücherregal als Raumteiler ist eine elegante Lösung, um einen großen Raum in zwei Bereiche zu gliedern, ohne Wände einzuziehen. Besonders in Mietwohnungen ist das attraktiv, denn es entsteht kein baulicher Eingriff. Doch viele scheitern an der Umsetzung: Das Regal kippt, wackelt oder überträgt jedes Geräusch. Mit der richtigen Planung und ein paar handwerklichen Kniffen lässt sich das vermeiden. Entscheidend sind die Wahl des Regals, die Belastung der Böden und die Montage der Verbindungen.

Bevor Sie streichen, prüfen Sie, ob die alte Ölfarbe wirklich tragfähig ist. Ein einfacher Test: Kleben Sie ein Stück Klebeband auf die Fläche und reißen Sie es ruckartig ab. Bleibt Farbe am Band hängen, ist die alte Schicht instabil. In diesem Fall müssen Sie die losen Stellen bis auf das Holz abtragen und diese Bereiche mit einer Grundierung behandeln. Wenn nur einzelne Stellen betroffen sind, können Sie diese ausbessern, ohne die ganze Tür abzubeizen. Andernfalls haftet die neue Farbe nicht dauerhaft und es entstehen Blasen oder Abplatzungen.

Zuletzt ein Tipp für den Umzug: Zerlegen Sie das Regal in seine Einzelteile und transportieren Sie es flach. Bewahren Sie die Verbindungswinkel und Schrauben in einem beschrifteten Beutel auf. So können Sie den Raumteiler an einem neuen Ort schnell wieder aufbauen. Wenn Sie alle Verbindungen sorgfältig verschrauben und die Beladung richtig verteilen, wird das Regal zu einem stabilen, leisen und wohnlichen Element Ihrer Einrichtung – ganz ohne Umbau und ohne Spuren an Wand oder Decke. Bei der Auswahl sollten Sie außerdem auf die Qualität der Oberfläche achten: Eine lackierte oder geölte Oberfläche ist leichter zu reinigen und resistenter gegen Feuchtigkeit. Ein Regal aus Massivholz – etwa Buche oder Eiche – ist zwar teurer, aber deutlich stabiler als ein Regal aus Spanplatten. Wenn das Budget begrenzt ist, können Sie auch ein Regal aus Birke-Multiplex wählen, das ist preiswert und dennoch robust.

Die meisten Pax-Schränke haben an den Seitenteilen verstellbare Füße. Drehen Sie diese zunächst vorsichtig aus, sodass der Schrank später mit etwas Abstand zum Boden steht. Wenn Sie die Füße ganz ausgefahren haben, können Sie den Höhenunterschied von etwa zwei bis drei Zentimetern ausgleichen. Bei größeren Abweichungen hilft es, unter die Füße stabile Unterlegplatten aus Holz oder Hartfaser zu legen. Achten Sie darauf, dass die Platten etwas größer als der Fuß sind, damit der Druck gleichmäßig verteilt wird. Messen Sie nach jeder Anpassung mit der Wasserwaage – sowohl vorn als auch an der Seite.

Die Rückbaufähigkeit ist bei allen drei Systemen gegeben, wenn Sie die Spots einfach abklemmen und die Deckenleuchte wieder in den Originalzustand versetzen. Klebereste lassen sich mit einem Föhn erwärmen und dann vorsichtig abziehen; eventuelle Rückstände entfernen Sie mit einem Radierer oder etwas Öl. Bei den geschraubten Platten bleiben kleine Löcher zurück, die Sie mit etwas Spachtelmasse füllen und überstreichen können – das ist in Mietwohnungen in der Regel unkritisch, weil es sich um normale Gebrauchsspuren handelt. Planen Sie vor dem Kauf die genaue Anzahl der Spots und die Kabelführung, denn nachträgliche Änderungen sind bei geklebten Spots nur mit neuem Klebepad möglich.

Ein oft übersehener Punkt ist die Rückwand des Schranks. Sie besteht aus dünner Pappe und kann sich verziehen, wenn der Schrank nicht im Lot steht. Nachdem Sie die Füße eingestellt haben, prüfen Sie, ob die Rückwand an allen Stellen satt auf dem Korpus aufliegt. Falls nicht, lösen Sie die kleinen Nägel oder Klammern und setzen Sie die Platte neu ein. Ziehen Sie anschließend alle Schraubverbindungen am Korpus nach – aber nicht zu fest, sonst verzieht sich das Material. Gerade bei einem Pax-Schrank, der schon einige Jahre steht, kann ein Nachziehen der Beschläge Wunder bewirken.

Das erste System sind einzelne Aufbau-Spots mit Klemmbefestigung. Diese Spots besitzen an der Unterseite eine kleine Klemmplatte, die Sie einfach unter die vorhandene Decke schieben. Die Spots werden direkt an der bestehenden Deckenleuchte angeschlossen. Dafür entfernen Sie den Lampenschirm, klemmen die Spots parallel zu den vorhandenen Leitungen an und montieren die alte Leuchte wieder. Wichtig ist, dass die Klemmplatte wirklich flach aufliegt – sonst entstehen unschöne Spalte. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Spots für den Betrieb mit 230 Volt ausgelegt sind und eine CE-Kennzeichnung tragen. Ein typischer Fehler ist, zu viele Spots an eine vorhandene Zuleitung zu hängen; die Leitung und die Sicherung sind nicht unbegrenzt belastbar. Rechnen Sie mit maximal zwei bis drei Spots pro Lichtauslass, wenn Sie keine neue Leitung verlegen möchten.

Ein häufiger Fehler ist das Überstreichen von Türen mit alten, stark strukturierten Farbschichten, ohne vorher zu schleifen. Auch wenn die Farbe haftet, bleibt die Oberfläche uneben und die neue Schicht zeigt jede Delle. Nehmen Sie sich daher die Zeit für eine sorgfältige Vorbereitung. Wenn die Tür sehr viele Farbschichten hat und die Kanten bereits stark abgerundet sind, kann es sinnvoll sein, zumindest die Kanten und schwer zugänglichen Stellen zu schleifen. Bei hartnäckigen, kreidenden Oberflächen hilft eine Grundierung, die das Aufsaugen verhindert. Mit diesen Schritten überstreichen Sie alte Ölfarbe auf Türen im Altbau zuverlässig, ohne sie abzubeizen – und sparen sich eine Menge Staub und Chemie.